e-Tipp der Woche: ATLA Religion Database

ATLA Religion Database ist die international führende bibliographische Datenbank zur Theologie, Religionswissenschaft und Ethik. Sie enthält Literatur in 60 Sprachen, wertet mehr als 1.580 Zeitschriften und circa 15.700 Sammelwerke aus und bietet einen Nachweis für über 432.000 Buchbesprechungen.
Die Suchbegriffe müssen in englischer Sprache eingegeben werden.

Falls elektronische Volltexte zu den Literaturnachweisen vorhanden sind, sind diese verlinkt. Zusätzlich können Sie über einen direkten Link im Online-Katalog der UB oder im Gemeinsamen Verbundkatalog nach der Quelle recherchieren.

e-Tipp der Woche: Kulturerbe Niedersachsen

Kulturerbe Niedersachsen steht für ein gemeinsames Internetangebot von Bibliotheken, Archiven und Museen des Landes Niedersachsen. Das Portal bietet der interessierten Öffentlichkeit einen direkten Zugang in multimedialer Form zu ausgewählten digital erfassten Kulturgütern des Landes. Somit wird eine virtuelle Zusammenführung verschiedenartigster Bestände unterschiedlicher Bibliotheken, Archive, Museen und anderer Kultureinrichtungen geschaffen.

In diesen Beständen kann zum einen recherchiert werden – der Nutzer erhält direkten Zugang zu den Digitalisaten der Museumsobjekte, Archivalien und Bibliotheksgüter -, zum anderen präsentieren Online-Ausstellungen und thematische Zusammenstellungen das reiche kulturelle Erbe des Landes.

Das vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung und dem Land Niedersachsen geförderte Projekt versteht sich als Kompetenznetzwerk für das digitale kulturelle Erbe des Landes Niedersachsen. Es wird koordiniert von der Niedersachsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.

e-Tipp der Woche: Social Sciences Citation Index

SSCI ist eine Aufsatzdatenbank mit mehr als 3,45 Millionen Titelnachweisen, die alle Gebiete der Gesellschafts- und Sozialwissenschaften unter Einschluss der naturwissenschaftlich orientierten Nachbardisziplinen Sozialmedizin und Psychologie umfasst. Sie wertet circa 1.700 sozialwissenschaftliche Fachzeitschriften aus über 50 Disziplinen aus und enthält alle einschlägigen Beiträge aus weiteren 3.300 medizinischen und naturwissenschaftlichen Periodika.

Über die Zitate eines Artikels “Cited References” kann die Forschungsentwicklung retrospektiv verfolgt werden.
Über  die “Cited Reference Search” (Aufsätze, die einen Artikel zitiert haben) lässt sich die Forschungsentwicklung auch prospektiv verfolgen.
Teilweise sind Volltexte direkt verlinkt, teilweise können sie über unseren LinkSolver ermittelt werden.
Die Datenbank bildet zusammen mit dem Science Citation Index Expanded (1945 – ) einen Teil des  Web of Science und ermöglicht so eine parallele und interdisziplinäre Recherche unter einer Suchoberfläche.

e-Tipp der Woche: Klapp-Online

Klapp-Online ist die elektronische Version der Bibliographie der französischen Literaturwissenschaft, hrsg. von A. Klapp-Lehrmann. Die Datenbank enthält aktuell die Berichtsjahre 1991-2016.
Umfang derzeit: 98.724 Aufsätze aus Sammelbänden, 155.519 Aufsätze aus Zeitschriften, 95.944 Monographien und Rezensionen, 1.420 ausgewertete Zeitschriften.
Die Berichtsjahre 1956–1990 wurden retrodigitalisiert und stehen als PDF zum Download zur Verfügung.
Die Datenbank verfügt zusätzlich zum Zugriff über klassische Register auch über eine Freitextsuche und die Möglichkeit, die Treffer nach weiteren Kriterien einzuschränken.
Die Bibliographie ist „kommentiert“, d.h. sie ist mit Anmerkungen versehen, die Folgendes beinhalten: Hinweise auf Vor- und Nachworte, Anhänge, bibliographische Angaben, Diskussionen, etc. und behandelte Autoren, Werke, Themen u. Ä.
Die Online-Version wird in den drei Sprachversionen Deutsch, Englisch und Französisch angeboten.

e-Tipp der Woche: OLC Mathematik und Informatik – Online Contents

Die Datenbank OLC Mathematik und Informatik ist ein fachbezogener Auszug aus der Datenbank Online Contents, der laufend durch ausgewählte Zeitschriftentitel der TIB Hannover ergänzt wird.

Zurzeit werden 1.357 Zeitschriftentitel retrospektiv bis zum Erscheinungsjahr 1993 ausgewertet. Eine Übersicht der ausgewerteten Zeitschriften finden Sie hier: Liste der Zeitschriften. Damit enthält die Datenbank derzeit ca. 3.300.000 Titeldatensätze.

Die Aktualisierung erfolgt wöchentlich.

Der Zugriff ist für alle Einrichtungen aus dem Wissenschafts- und Hochschulbereich der Bundesrepublik Deutschland, Europa und USA frei.

DEAL-Verhandlungen: Elsevier schaltet Zugriff auf aktuelle E-Journals ab

Nachdem am 03.07.2018 wieder Verhandlungen der Allianz der Wissenschaftsorganisationen mit dem Verlag Elsevier aufgenommen worden waren, um erneut Wege zu einer grundsätzlichen Einigung über die finanziellen Rahmenbedingungen und den Leistungsumfang eines künftigen DEAL-Vertrags ab Mitte 2019 zu suchen, war ein vorläufiger Abbruch der Verhandlungen wegen der nach wie vor überhöhten Forderungen des Verlags unumgänglich. Es hat sich herausgestellt, dass Elsevier weiterhin nicht dazu bereit ist, einen wissenschaftsadäquaten Leistungsumfang unter den Grundsätzen des Open Access anzubieten, der nachhaltig finanzierbar ist.

Näheres dazu finden Sie in der Pressemitteilung der HRK.

Ziel des von der HRK initiierten DEAL-Projektes sind Vereinbarungen über Bundeslizenzen mit großen Wissenschaftsverlagen. Über diese Lizenzen sollen zukünftig alle Artikel dieser Wissenschaftsverlage bundesweit zur Verfügung stehen. Die HRK fordert unter anderem, dass an DEAL teilnehmende Einrichtungen einen dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio der Verlage erhalten, alle Publikationen von Autorinnen und Autoren aus deutschen Einrichtungen Open Access geschaltet (CC BY) werden und angemessene Preise nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell vereinbart werden, das sich am Publikationsaufkommen orientiert. Bei den Verhandlungen, die 2016 begonnen hatten, konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt jedoch keine Einigung mit Elsevier erzielt werden. Um den Verhandlungen Nachdruck zu verleihen, kündigten bereits zahlreiche Einrichtungen in Deutschland zum 31. Dezember 2016 laufend gehaltene Zeitschriften des Verlages Elsevier.

Auch seitens der Universitätsbibliothek wurden in Abstimmung mit dem Präsidium damals sämtliche 109 Abonnements für Elsevier-Zeitschriften gekündigt. Der Zugriff auf diese Zeitschriften, der trotz des vertragslosen Zustands unaufgefordert durch Elsevier zunächst weiter bereitgestellt wurde, wird nun nach dem neuerlichen Abbruch der Verhandlungen aller Voraussicht nach nicht mehr aufrechterhalten.

Damit stehen Zeitschriftenausgaben des Elsevier-Verlages, die nach dem 1. Januar 2017 erschienen sind, insbesondere für Angehörige der Universität Osnabrück (Studierende und Mitarbeitende) im Campusnetz und vor Ort an den Arbeitsplätzen in der Universität online nicht mehr lizenziert zur Verfügung. Nicht betroffen sind ältere Jahrgänge, über Nationallizenzen bereitgestellte Zugänge und unter OpenAccess-Lizenzen verfügbare Aufsätze.

Versorgung mit Aufsätzen über die Fernleihe für Angehörige der Universität kostenfrei

Benötigen Sie als Angehörige oder Angehöriger der Universität Osnabrück einen Aufsatz aus dem Jahrgang 2017 oder 2018 einer der Elsevier-Zeitschriften (mit Verlagsangaben Elsevier, Elsevier Academic Press, Elsevier Pergamon), die wegen der Kündigung der Abonnements und Lizenzen zum 31.12.2016 derzeit nicht zur Verfügung stehen, so bietet die Universitätsbibliothek an, diesen für Sie kostenfrei über die Fernleihe zu beschaffen.

Nutzen Sie in diesem Fall bitte unser Eingabeformular für die Bestellung eines Zeitschriftenaufsatzes und geben Sie im Bemerkungsfeld einen entsprechenden Hinweis, die normalerweise fällige Fernleihgebühr wird dann nicht berechnet. Sollte es sich bei Ihrer Bestellung um einen Aufsatz handeln, der aus einer nicht von den DEAL-Verhandlungen betroffenen Zeitschrift stammt und daher auf jeden Fall kostenpflichtig zu bestellen ist, erhalten Sie von uns eine entsprechende Nachricht.

Überprüfen sollten Sie vor einer Bestellung auf jeden Fall auch, ob es eine frei verfügbare Version des benötigten Zeitschriftenartikels gibt; für Recherchen hierzu eignen sich:

  • die Plattform BASE (multidisziplinäre Suchmaschine der Universität Bielefeld für wissenschaftliche Internet-Quellen),
  • das OADOI (Open Access Digital Object Identifier) sowie
  • die Internetseiten der Autorinnen und Autoren.

Als Metasuchmaschine kann auch der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK) mit der Auswahl „Digitale Medien“ genutzt werden.

Bei Fragen zu Fernleihe und Dokumentlieferung helfen wir Ihnen gerne weiter.
Wenden Sie sich bitte an:

Sarah Hochartz
Carolin Schwarte
Tel. +49 541 969-4323
fernleihe@ub.uni-osnabrueck.de

Stand: 12. Juli 2018

e-Tipp der Woche: Thesaurus Linguae Latinae

Der „Thesaurus Linguae Latinae“ (TLL) dokumentiert den Wortschatz sämtlicher aus der Antike erhaltenen lateinischen Texte, literarischer wie nicht-literarischer, von den Anfängen bis ca. 600 n. Chr. und stellt damit das umfassendste einsprachige lateinische Wörterbuch dar.
Die Online-Ausgabe umfasst alle von 1900 an publizierten Artikel des Wörterbuchs einschließlich der speziellen Eigennamen-Bände (A-M, den Anfang von N, O-P, den Anfang von R, Supplementum Onomasticon, sowie die sogenannte Zitierliste (Index Librorum Scriptorum Inscriptionum ex quibus Exempla afferuntur).
Die fortlaufende Unterstützung durch Akademien und wissenschaftliche Gesellschaften aus über 23 Ländern gewährleistet außerdem, dass der Umfang des TLL in den kommenden Jahrzehnten weiter wachsen wird.

Ein User-Guide erleichtert den Einstieg.

Neues Urheberrecht – Licht und Schatten

Mit dem „Gesetz zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft“ (1.9.2017) sind seit dem 1. März 2018 Änderungen im Urheberrecht wirksam, die teils neue Rechtsgrundlagen auch für unsere bibliothekarischen Dienstleistungen und die Informationsversorgung überhaupt gebracht haben. Welche Änderungen wirken sich nach den Erfahrungen der ersten drei Monate nun wie auf die Praxis aus? Ein Blick auf elektronische Semesterapparate, Fernleihe, Privatkopie etc.

Elektronische Semesterapparate

Elektronische Semesterapparate konnten bis zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes auf Grundlage des jetzt gestrichenen Paragraphen 52a eingerichtet und zur Verfügung gestellt werden. Seit dem 1.3. sind die Regelungen dazu im neuen Paragraphen 60a festgehalten. Nach wie vor dürfen die in einen elektronischen Semesterapparat eingestellten urheberrechtlich geschützten Werkteile oder Werke nur für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer konkreten Veranstaltung zugänglich sein. Eine kleine Erweiterung dieses Personenkreises stellt die Aufnahme von Prüfern an derselben Insitution sowie sonstigen Personen dar, wenn Unterrichts- oder Lernergebnisse präsentiert werden sollen. In der Praxis bedeutet dies, dass elektronische Semesterapparate weiter in Stud.IP-Veranstaltungen, die mit einem Passwortschutz versehen sind, eingerichtet werden können. Eine ebenfalls kleinere Änderung gab es hinsichtlich des Anteils eines urheberrechtlich geschützten Werkes, der über einen elektronischen Semesterapparat zugänglich gemacht werden darf: Waren es bis zum 1.3. 12 Prozent, so sind nun im Gesetz 15 Prozent festgeschrieben. Abbildungen aus einem Werk, einzelne Beiträge aus Fach- und wissenschaftlichen Zeitschriften, Werke geringen Umfangs (bis 25 Seiten) und vergriffene Werke dürfen ganz genutzt werden. Mit Streichung des alten Paragraphen ist auch eine Regelung außer Kraft, die es unter bestimmten Voraussetzungen verbot, Scans aus Büchern oder Zeitschriften des eigenen Bestands für elektronische Semesterapparate anzufertigen und einzustellen: Wurden der gewünschte Aufsatz oder das Buchkapitel vom Verlag oder einem entsprechenden Anbieter auch kostenpflichtig elektronisch angeboten, hätte dieser elektronischen Version der Vorzug gegeben und für deren Nutzung gezahlt werden müssen. Der neue Paragraph 60a kennt diese Regelung nicht mehr, es dürfen ungeachtet konkurrierender kommerzieller Angebote Scans aus vorhandenen Publikationen im vorgegebenen Umfang angefertigt und in elektronische Semesterapparate eingestellt werden.

Eine ärgerliche Einschränkung ist in der im Gesetz verwendeten Formulierung „einzelne Beiträge aus derselben Fachzeitschrift oder wissenschaftlichen Zeitschrift“ (§ 60a Abs. 2) verborgen: Zeitungsartikel und Beiträge in sogenannten Kiosk- oder Publikumszeitschriften sind damit für die Aufnahme in einen elektronischen Semesterapparat nicht nutzbar. An der UB Osnabrück wird dies zumindest bei Zeitungen in vielen Fällen nicht zum Tragen kommen, da eine Vielzahl von Zeitungen mit ihren Archiven durch entsprechende Lizenzen elektronisch verfügbar ist und damit selbstverständlich auch durch Verlinkungen von elektronischen Semesterapparaten aus genutzt werden kann, aber bei kleineren Zeitungen, die noch nicht über ausgebaute Online-Archive verfügen, und bei sehr vielen nichtwissenschaftlichen Zeitschriften, die nur gedruckt vorgehalten werden, wird die Nutzung etwa als Quelle etc. in Lehrveranstaltungen erheblich erschwert. Da analoge Regelungen für die Einrichtung von elektronischen Apparaten auch für Forschergruppen gelten (§ 60c UrhG), bedeutet dies auch eine Behinderung der Forschung.

Fernleihe

Eine geänderte Rechtsgrundlage gibt es mit Paragraph 60e Abs. 5 auch für die Fernleihe (bis zum 1.3. § 53a [jetzt gestrichen]). Fernleihbestellungen müssen nicht-kommerziellen Zwecken dienen, was in der Praxis durch in den jeweiligen Online-Formularen eingerichtete Checkboxen, mit deren „Anhaken“ die Bestellerinnen und Besteller diesen nicht-kommerziellen Zweck bestätigen, geprüft wird. Per Fernleihe geliefert werden dürfen – neben selbstverständlich wie bisher ganzen Bänden – Vervielfältigungen (vulgo Kopien oder Scans) von bis zu 10 Prozent eines veröffentlichten Werkes, was gegebnüber der früheren Regelung, die 15 Prozent erlaubte, eine Verschlechterung darstellt. In vielen Fällen wird dies durch die Bestellung des ganzen Bandes statt bspw. nur eines Kapitels daraus, dessen Umfang über den zulässigen 10 Prozent läge, umgangen werden können; bei Werken, die die gebende Bibliothek nicht für die Fernleihe zur Verfügung stellt, bleibt allerdings ggf. nur die Aufteilung des gewünschten Buchauszugs auf mehrere Fernleihbestellungen, für die dann jeweils die entsprechende Gebühr zu entríchten ist.

Wie schon bei den elektronischen Semesterapparaten ist auch bei der Fernleihe im weiteren nur die Rede von einzelnen Beiträgen, „die in Fachzeitschriften oder wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen sind“, die an Nutzer übermittelt werden dürfen. Zeitungsartikel und Beiträge aus nichtwissenschaftlichen Zeitschriften sind also im Prinzip nicht mehr über die Fernleihe bestellbar, es sei denn, es handelt sich um Artikel, deren Verfasser seit 70 oder mehr Jahren tot sind, wodurch die Urheberrechte erloschen sind. Für Forschung und wissenschaftliche Arbeit bedeutet dies eine noch größere Einschränkung als sie die Nichtverwendbarkeit von Artikeldigitalisaten für elektronische Semester- und Forschungsapparate darstellt. Ein Ausweg, Zeitungsartikel trotzdem über die Fernleihe bereitstellen zu können, besteht in der Lieferung von Mikrofilmen oder -fiches, womit die ganze verfilmte Zeitung zur Verfügung steht. Unsere Fernleihstelle hat bereits eine Zunahme der Lieferung von Filmen festgestellt; in der Mediothek der Bibliothek Alte Münze stehen zu deren Öffnungszeiten entsprechende Lesegräte und Readerprinter bereit, mit denen Kopien und Scans benötigter Seiten von Mikroformen hergestellt werden können. Die Gesetzeslage bewirkt also eine unfreiwillige Wende wieder hin zu analogen Medien, was um so ärgerlicher ist, als eine andere Regelung gefallen ist, die bisher in anderer Hinsicht zu analoger Nutzung zwang: Die Lieferung eines Aufsatzes oder Buchauszugs direkt an die Besteller als Datei (bisher: nur Kopien oder Ausdrucke) ist nicht länger verboten, und die Bibliotheksverbünde sind in Vorbereitungen begriffen, diese schnelle und ökonomischere Lieferform (wieder) einzuführen.

Vervielfältigungen zum privaten Gebrauch

Unverändert zulässig sind weiterhin Vervielfältigungen zum privaten Gebrauch (§ 53 Abs. 1 UrhG), so dass zumindest auch aus vorliegenden Zeitungen, Zeitschriften etc. selbst kopiert, gescannt oder fotografiert werden darf. Im Gegensatz dazu dürfen merkwürdigerweise nach neuer Gesetzeslage für die eigene wissenschaftliche Forschung nur bis zu 75 Prozent eines Werkes vervielfältigt werden (§ 60c Abs. 2 UrhG).

Per Gesetz ausgeschlossen ist schließlich die Einzelmeldepflicht zur Vergütung der Werknutzungen, die im letzten Jahr beinahe die Einrichtung von elektronischen Semesterapparaten unmöglich gemacht hätte. Den Rechteinhabern stehen zwar Vergütungen für die Nutzung ihrer Werke zu, festgelegt ist jedoch explizit, dass dies durch Pauschalen oder durch Ermittlungen aufgrund von repräsentativen Stichproben geschieht. Wie bisher können die Ansprüche nur über Verwertungsgesellschaften geltend gemacht werden.

Die Gesetzesänderungen, die in einigen Punkten durchaus mehr Klarheit bringen, sollen nach vier Jahren evaluiert werden und sind daher zunächst bis Ende Februar 2023 in Kraft. Es besteht somit die Hoffnung, dass die den „Erfordernissen der Wissensgesellschaft“ weniger entsprechenden Regelungen einer Revision und Anpassung unterzogen werden.

Bis es soweit ist, stehen wir für Fragen auch zu urheberrechtlichen Aspekten unserer Dienstleistungen und der Informationsversorgung gerne zur Verfügung, weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass wir keine rechtsverbindlichen Auskünfte erteilen können.

e-Tipp der Woche: Springer eBooks Wirtschaftswissenschaften

Das von der Universitätsbibliothek lizenzierte Springer eBook-Paket Wirtschaftswissenschaften umfasst deutschsprachige Titel der Erscheinungsjahre 2005-2018. Derzeit sind knapp 8000 Titel verfügbar vom Lehrbuch bis zur Forschungsliteratur.
Darüberhinaus sind über das ebenfalls lizenzierte deutschsprachige Springer-Archiv-Paket der Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften etwa 200 wirtschaftswissenschaftliche Titel bis Erscheinungsjahr 2004 zugänglich.

Die eBooks sind keinem die Nutzung einschränkenden digitalen Rechtemanagement unterworfen, so dass Angehörige der Universität ohne Probleme einzelne Kapitel für die eigene wissenschaftliche Arbeit herunterladen oder ausdrucken können.

Citavi-Forum und offene Sprechstunde am 5. Juli

Sie nutzen schon eine Weile das Literaturverwaltungsprogramm Citavi, haben vielleicht auch schon eine Citavi-Schulung der Universitätsbibliothek besucht und haben Fragen zu einzelnen Funktionen?

Dann stellen Sie diese Fragen doch im Diskussionsforum für Citavi-Anwendende in Stud.IP. Dort wird sich nicht nur das Citavi-Schulungsteam der Universitätsbibliothek mit Ihrem Anliegen auseinandersetzen, sondern Sie können sich auch gegenseitig mit Best Practices unterstützen.

Darüberhinaus laden wir Sie herzlich zu einem Erfahrungsaustausch bzw. einer offenen Sprechstunde am 5. Juli 2018 zwischen 10 und 12 Uhr in den Schulungsraum der Bereichsbibliothek Naturwissenschaften/Mathematik am Westerberg ein.