Die ab Mittwoch, 22. April 2026 im Foyer der Bibliothek Alte Münze zu begehende und zu besehende Ausstellung präsentiert alte Bücher, Drucke der Aufklärungszeit aus dem Bestand der Universitätsbibliothek. Gutenberg-Galaxis revisited! Und zwar in ihrer Wirkmächtigkeit und Bedeutung über die eigene Epoche hinaus: Bewegende Bücher. Ideen verändern die Welt im 18. Jahrhundert.
Die Ausstellung gleichen Titels wurde seit dem Wintersemester von Studierenden der Geschichte unter der Leitung von Frau Professorin Westphal und mit Unterstützung des UB-Teams konzipiert & erarbeitet und wird bis Anfang Juli in der Alten Münze zu sehen sein.

Schlüsselwerke des 18. Jahrhunderts aus dem IKFN-Altdruckbestand stellen den Nukleus der einzelnen Ausstellungskapitel dar, die mit einer Leitfrage meistens zwei unterschiedliche Bücher und durch sie repräsentierte Aspekte der Aufklärung zusammendenken. Das Spektrum reicht von enzyklopädischen Werken wie Diderots Encyclopédie und ‚dem Zedler‘ über Verträge, Rechtsnormen wie die Constitutio Criminalis Theresiana zu pädagogischen, philosophischen und literarischen Texten, darunter solche von Rousseau und Campe, von Kant, Möser und Lessing.
Es geht um Vernunft und Freiheit, um Politik und Recht, um Fürsorge und Delinquenz, um Kindheit und Erziehung – um Werke und Autoren, die heute wohlbekannt sind, und solche, die allenfalls Spezialist*innen noch etwas sagen. Ihr Einfluss war epochemachend, und zum Teil wirken sie bis heute. Aufklärung ist nicht von gestern.

Zur Eröffnung am 22. April 2026 sprachen Professorin Westphal und Studierende im gut gefüllten Zimeliensaal der Bibliothek; nach musikalischem Beitrag und Empfang wurde die Ausstellung gemeinsam besucht. Die für die sieben Ausstellungsstationen verantwortlichen Teams gaben kurze Einführungen und standen für Fragen zur Verfügung.