e-Tipp zur Recherche: in JOST in natürlicher Sprache suchen

Seit einigen Wochen lässt sich in unserem Discovery-System JOST („just one step“) optional in natürlicher Sprache recherchieren.
Ganz diskret wurde unter dem Suchslot in der voreingestellten Einfachen Suche ein ‚Schieberegler‘ platziert, der die Suche entsprechend konfiguriert:

Wenn die Funktionalität per Mausklick aktiviert ist, kann ich die Bibliothekssuchmaschine mit ganzen Sätzen befragen. Oder mein eigenes Thema in den Suchschlitz kopieren. Zum Beispiel so:

Über der Trefferliste, die umfangreich ausfällt und strukturiert ist wie sonst auch, werden per Recommender vergleichbare Suchanfragen in englischer Sprache vorgeschlagen.

Wichtig vor allem: Was die Recherche in natürlicher Sprache hier transparenter macht, als es andere KI-Tools respektive eingebettete KI-Funktionen oft sind: Der Link „Verfeinerte Abfrage anzeigen“ zeigt für jede Recherche in natürlicher Sprache ganz klassisch die Suchsyntax ‚hinter den Kulissen‘: die extrahierten Suchwörter und ihre Verknüpfungen. Für das Beispiel oben etwa:

((natürliche Sprache OR natürlichsprachig OR Natursprache OR NLP) AND (suchen OR Suche OR Abfrage OR Anfrage)) OR ((natural language OR natural language processing OR NLP) AND (search OR searching OR query OR queries))

Reminder: JOST-Basics

Das Discovery-System „JOST – just one step“ enthält nicht nur bibliographische Nachweise aus dem Online-Katalog (OPAC) der Universitätsbibliothek Osnabrück, sondern auch die Daten der meisten für die Universität lizenzierten und vieler frei verfügbarer Datenbanken. Mit JOST lässt sich also simultan in heterogenen Quellen recherchieren – „just one step“ zu Literaturhinweisen aus Katalogen, Datenbanken und Portalen.

Und anders als der klassische Online-Katalog weist JOST, die ‚Bibliothekssuchmaschine‘, nicht nur selbstständig erschienene Literatur nach, sondern auch Artikel, Aufsätze, Papers, Preprints, Rezensionen … und andere unselbstständig erschienene Dokumente, zudem viele verschiedene Medienarten und deren Metadaten.
Für die Suchanfragen greift JOST auf einen Index von mehreren Milliarden Datensätzen zu, der durch die Integration weiterer Datenbanken eher noch anwächst.
Die Ergebnisse der jeweiligen Recherche werden (meistens) dedupliziert und nach Relevanz gerankt ausgegeben. Der eingebundene Linkresolver gewährt schnellen Zugang zu lizenzierten sowie frei verfügbaren Volltexten, und zwar auf Artikelebene: Der Weg zum Volltext wird durch JOST deutlich einfacher.
JOST ersetzt Kataloge und interdisziplinäre wie fachspezifische Datenbanken nicht, sondern lässt sich alternativ und komplementär nutzen. Dank der ‚tiefen‘ Suche in multiplen Datenquellen werden mehr und andere Dokumente aufgefunden als im OPAC. Und gezielte Recherchen in den Fachdatenbanken der eigenen Disziplin können durch JOST insofern ergänzt werden, als hier auch Datenbanken simultan mitabgefragt werden, die anderen Fächern zuzuordnen sind oder schlichtweg nicht bekannt.
Die Suchmöglichkeiten von JOST, einem dynamischen Rechercheinstrument mit sehr großem Suchraum, lassen sich am besten selbst erproben. Auch seine Grenzen: nicht alle wichtigen Datenbanken sind in JOST indexiert. Und das Verhältnis von großen Treffermengen und Rankingkriterien, die nicht transparent sind und begrenzt beeinflussbar, kann problematisch sein.